Die Historie des Güteschutz Ziegelmontagebau e.V. ist eng verknüpft mit der Entwicklung der vorgefertigten Ziegelbauweise in Deutschland. Zu Beginn der 1960er Jahre wurde von der Forschungsstelle des Bundesverbandes der Ziegelindustrie ein Forschungsauftrag "Montagebau" an das Institut für Ziegelforschung erteilt; im Rahmen dieses Vorhabens sollten Wege zur Verwirklichung des Bauens mit Ziegelfertigteilen in der Bundesrepublik aufgezeigt werden.

Im Jahre 1967 wurde die "Forschungsgemeinschaft Montagebau mit Ziegeln nach DIN 4159" mit Sitz in Essen gegründet. Mitglieder waren Ziegelwerke und Bauunternehmen, die Montagebau mit Ziegeln nach DIN 4159 (Vergusstafeln und Ziegeldecken) betrieben oder diese Ziegel herstellten. Der Verein war gemeinnützig und verfolgte den Zweck, die in dieser Zeit neue Bauweise zu fördern und Architekten, Ziegelwerken und Bauunternehmungen bei der Überwindung von Anfangsschwierigkeiten Hilfestellung zu geben durch Beratung bei der Entwurfsbearbeitung, Konstruktion der Bauteile, Projektierung der Werksanlagen, der Ausbildung des Fachpersonals, der Einweisung in Fertigung und Montage und Erfahrungsaustausch der Vorfertigungswerke untereinander.

Die bauaufsichtlich geforderte Überwachung vorgefertigter Elemente war zu diesem Zeitpunkt in den zur Verfügung stehenden Richtlinien noch nicht geregelt, es musste auf bestehende Normen z.B. auf die Stahlbetonnorm DIN 1045 zurückgegriffen werden. Durch Erarbeiten von Gütebestimmungen für vorgefertigte Bauteile wurde die Regelungslücke von der Forschungsgemeinschaft Montagebau geschlossen. Diese Güte- und Prüfbestimmungen bildeten Grundlage für Anforderungen zur Gütesicherung der im Jahr 1978 eingeführten Norm DIN 1053, Teil 4 "Mauerwerk; Bauten aus Ziegelfertigbauteilen".

Bereits im Jahr 1974 erfolgte die Umwandlung des Vereins "Forschungsgemeinschaft Montagebau mit Ziegeln nach DIN 4159" in den "Gütschutz Ziegelmontagebau e.V." mit gleichzeitiger bauaufsichtlicher Anerkennung als Gütegemeinschaft durch das Institut für Bautechnik (IfBt).